Verkehrssicherheit und Lebensqualität

Ja, der #Abbiegeassistent kann Leben retten – über 46.000 Menschen haben schon die Petition „Sicher leben im toten Winkel“ unterzeichnet. Wir erwarten vom Sicherheitsgipfel nächste Woche einen klaren Zeitplan, wann der Einbau bzw. die Nachrüstung mit elektronischen Abbiegeassistenten und automatischer Bremsfunktion vorgeschrieben werden können. Eine freiwillige Selbstverpflichtung wie in Deutschland ist zu wenig.

Aber Florian Klenk vom Falter. Die Wochenzeitung aus Wien. hat recht. Das ist nur die halbe Miete.

Es braucht eine breite Diskussion über Flächenverteilung, über Flächengerechtigkeit im öffentlichen Raum.

Es braucht ein für alle Mal ein Commitment *aller* Parteien, dass Verkehrssicherheit und Lebensqualität durch die unbedingte Priorisierung von Fuß-, Rad- und öffentlichem Verkehr zu erreichen ist.

Es braucht die Erkenntnis, dass es das verkehrsgerechte Kind nicht gibt bzw. dass es nicht erstrebenswert ist (Stichwort „Elterntaxis“), sondern dass unser Verkehrssystem kindergerecht und fehlerverzeihend gestaltet werden muss – das kommt nämlich allen Menschen zugute.

Was es nicht braucht, ist die immer wiederkehrende Diskussion und „Verteidigung“ von nachweislich leerstehenden Parkplätzen, die als Gehsteigvorziehung, Schanigarten oder Radweg 100x sinnvoller genutzt würden.

Wer Flächengewinn für den Fuß- und Radverkehr mit „Parkplatzverlust“ ablehnt, nimmt Verletzte und Tote billigend in Kauf!

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