*Am Puls des Radverkehrs*

Die Förderung des Radverkehrs ist ein elementarer Baustein zur Schaffung nachhaltiger Mobilitätssysteme, lebenswerter Städte und Regionen. Neue Technologien und ein wachsender Informationsbedarf haben zu einem gesteigerten Interesse an *Daten zur Fahrradmobilität* beigetragen. In einer kurzen online Umfrage wollen wir erheben, wie Radverkehrsdaten aktuell verwendet werden und weitere Potenziale identifizieren. Wir laden alle Expertinnen und Experten die professionell mit Fahrradmobilität befasst sind ein, uns fünf bis acht Minuten für Forschungszwecke zu spenden: https://survey.zgis.at/index.php/834938?lang=de.

Die Umfrage steht übrigens auch auf Italienisch, Russisch, Spanisch, Englisch und Niederländisch zur Verfügung. Bitte wählen Sie die passende Sprache auf der Startseite aus.

Die Umfrage wird von unseren Kollegen der Universität Salzburg, Fachbereich Geoinformatik Z_GIS im Rahmen eines Forschungsprojekts initiiert und durchgeführt.

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Lückenschluss!!

Jetzt ist er also wirklich fix, der Lückenschluss des Radwegs auf der Linken Wienzeile: der Gemeinderat hat heute die Umsetzung im Herbst 2019 beschlossen.

Der Berichterstattung der Mobilitätsagentur Wien und der Radlobby Wien ist die Freude und Erleichterung anzumerken. Und tatsächlich ist der neue Radweg zwischen Köstlergasse und Nibelungengasse ein großer Wurf: endlich wird es möglich sein, vom bis zur Köstlergasse bereits existierenden Radweg ohne Bergwertung (Gumpendorfer Straße) oder Klaustrosphobie (Margaretenstraße/Operngasse) zur Oper zu gelangen.

Grob-Skizze der geplanten Radwegführung

Und – ganz eigenützig – eröffnet der neue Radweg nun eine direkte Fahrt von unserem Forschungsbereich Richtung Getreidemarkt/Museumsquartier/Zweierlinie (inkl. TU-Standort am Getreidemarkt!): was bislang nur über den Umweg Karlgasse-Karlsplatz-Treitlstraße-Operngasse-Friedrichstraße-Nibelungengasse-Schillerplatz-Gauermanngasse zu bewerkstelligen war, ist nun bald direkt via Schleifmühlgasse-Linke Wienzeile-Millöckergasse-Lehargasse möglich.

Gut, 2,0 bis 2,5 m Zweirichtungsradweg sind nicht gerade üppig, aber angesichts der Nutzungskonflikte aus Fußgeherflächen, Ladezonen, Park- und Fahrspuren doch akzeptabel.

Und wer weiß, vielleicht ist die Akzeptanz der neuen Radverbindung ja so hoch, dass man schon bald über einen Radweg auf der Rechten Wienzeile nachdenken muss. Radverkehrsplanung ist ja immerhin Angebotsplanung: build it and they will come.

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Detail der Kreuzung Getreidemarkt # Linke Wienzeile: erste Züge einer protected intersection sind zu erkennen
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Radfahren gegen die Einbahn

+++ FVV-Faktencheck +++

Die haarsträubende Desinformation der Kronen Zeitung können wir nicht unwidersprochen lassen.

1. Das Bild zeigt keinen Radweg sondern Radfahren gegen die Einbahn (RgE). Dabei wär die Recherche so einfach, z.B. bei der Radlobby Wien.

2. Radfahren gegen die Einbahn ist nicht gefährlich, sondern eine der sichersten Anlagearten für den Radverkehr, die es gibt. Auch das wäre zu recherchieren:

– in Wien gab’s in den Jahren 2012-2015 genau 23.772 Unfälle mit Personenschaden (UPS)
– davon waren 3.868 mit Radbeteiligung (ca. 16,3 %)
– davon wiederum passierten 167 an Stellen, an denen Radfahren gegen die Einbahn erlaubt ist (ca. 4,3 % der UPS mit Radbeteiligung und 0,7 % aller UPS in Wien)
(- aus der Nichteinhaltung der vorgegebenen Fahrtrichtung in Einbahnen resultierten 46 UPS, allerdings nur die Hälfte davon mit Radbeteiligung)
– an Kreuzungen passieren 107 der 167 UPS in geöffneten Einbahnen, im Streckenbereich (wie im Foto abgebildet) die verbleibenden 60 UPS
– von den 60 UPS im Streckenbereich waren bei 27 Pkw beteiligt (8x bei Grundstücks-/Hauseinfahrten, 4x Dooring)
– tatsächliche Frontal- und Streifkollisionen zwischen Pkws und Radfahrern waren weniger als 10 … in 4 Jahren wohlgemerkt

Im gleichen Zeitraum passierten 416 Dooringunfälle mit Radfahrerbeteiligung – jeder 9 Unfall mit Personenschaden und RF-Beteiligung wird durch eine unachtsam geöffnete Autotüre verursacht.
Darüber könnte die Kronen Zeitung berichten.

3. Die Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen (RVS) erlauben Radfahren gegen die Einbahn ab 3,0 m, wobei dann auf die Markierung der Mittellinie verzichtet werden sollte.

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