Coronavirus-bedingte Änderungen bei unseren LVA

Aufgrund der aktuellen Lage hat die Bundesregierung gestern umfangreiche Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus vorgestellt, u.a. dass per Erlass Outdoor-Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern und Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern bis Anfang April abgesagt werden und dass der Lehrbetrieb an Universitäten und Fachhochschulen stark eingeschränkt wird.

Die TU Wien​ hat das gestern noch präzisiert: Ab heute Mittwoch, 11. März 2020 wird die Präsenzlehre an der TU Wien ausgesetzt, mit Montag, 16. März startet das Distance Learning über die TUW-E-Learning-Plattform TUWEL. Diese Regelung gilt vorerst bis einschließlich Donnerstag, 16. April 2020.

Betroffen sind unsere aktuellen Lehrveranstaltungen:
*) VU Verkehrsplanung
*) RingVO Aktive Mobilität
*) VO Umwelthygiene
*) VU Systemanalyse, strategische Planung und Modellierung von Maßnahmen mit System Dynamics.

Wir evaluieren gerade, wie wir unseren Lehrbetrieb auf Distance Learning umstellen können und was der vorläufige Ausfall der Präsenzlehre für Teilnahme- und Prüfungsmodalitäten bedeutet. Infos dazu folgen in Kürze!

Um die Krise als Chance zu sehen und gleich mit der Fernlehre zu beginnen: die Ausbreitung des Coronavirus ist (vereinfacht gesagt) ein Lehrbuchbeispiel für exponentielles Wachstum (und dafür, wie schwierig es ist, dieses einzuschätzen) – hier (und in unserer System Dynamics-VU) wunderbar erklärt.

Zur aktuellen Entwicklung und der Notwendigkeit rascher und entschiedener Handlungen sei dieser Artikel empfohlen.

P.S. Zu Fuß gehen und Radfahren ist aktuell besonders gesund 😉

Am Europäischen Forum Alpbach teilnehmen?

Jährlich kommen über das Alpbacher Stipendienprogramm 700 herausragende junge Menschen aus mehr als 100 Nationen zum Europäischen Forum Alpbach, um sich mit den brennendsten Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen und ein einzigartiges globales Netzwerk aufzubauen.
Die Bewerbungsphase für die Teilnahme beim diesjährigen Europäischen Forum Alpbach läuft vom 17. Februar bis zum 31. März 2020!

Das Angebot richtet sich an unter 30-Jährige aus aller Welt, die mit innovativen Ideen und Ansätzen für Wissenschaft und Gesellschaft nach Alpbach kommen wollen. Das Stipendium beinhaltet die Teilnahmegebühr sowie bei Bedarf auch die Kosten für Unterkunft und Taschengeld. Alle Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten finden sich hier.

Das Europäische Forum Alpbach 2020 widmet sich dem Thema „Fundamentals“. Mehr darüber hier.

NÖ Gemeinderatswahl-Check

Wir wollen die bevorstehenden NÖ Gemeinderatswahlen (26.1.2020) nutzen und verkehrspolitische Forderungen auf Gemeinde-Ebene im Lichte der Klimaschutznotwendigkeiten untersuchen. Dazu haben wir den „Gemeinde-Check Verkehrspolitik“ gestartet. Die Rückmeldungen werden im Rahmen einer Bachelorarbeit analysiert.

Bitte hilf uns dabei, möglichst viele Rückmeldungen aus dem ganzen Bundesland zu erhalten und teile den folgenden Link mit deinen interessierten Bekannten in Niederösterreich.
https://de.surveymonkey.com/r/noe-verkehrspolitik

Konkret suchen wir bis nach dem Wahltag (27.1.2020, 2400h) Belege von verkehrspolitisch relevanten Forderungen aus dem Wahlkampf der Gemeinderatswahlen 2020 in Niederösterreich. Belege sind

  • Fotos aber auch PDFs von Plakaten, Broschüren, Transparenten und dgl.
  • Screenshots von Homepages und aus sozialen Medien.

Drei solche Belege können bei o.g. Link hochgeladen werden (als PDF, PNG, JPG, JPEG oder GIF). Bitte um folgende, zusätzliche Angaben:

  • Den Namen der politischen Gruppierung, die dies fordert,
  • In welcher Gemeinde sie antritt,
  • In welchem sachlichen Kontext dieser Beitrag steht (z.B. eine diskutierte Umfahrung).

Danke im Voraus! Unter allen Teilnehmern/-innen, die freiwillig ihre Kontaktdaten bekanntgeben, verlosen wir einen FVV-Geschenkskorb.

P.S. Die Ergebnisse der Analyse präsentieren wir natürlich wieder hier.

Superblocks – Ein Planungsinstrument für die Stadt der Zukunft?

Im Sondierungsprojekt SUPERBE * wurde das Planungsinstrument Superblock und dessen Potenziale zur Gestaltung energiesparender, verkehrsberuhigter und lebensfreundlicher Stadtquartiere untersucht. An diesem Abend wollen wir Ihnen die Projektergebnisse vorstellen und diese mit ExpertInnen aus Wien und Barcelona diskutieren.

Wir freuen uns, Dr. Cynthia Echave (Agencia de Ecología Urbana de Barcelona) bei der Veranstaltung willkommen zu heißen. Die Agencia de Ecología Urbana de Barcelona, eine Agentur der Stadt Barcelona, hat das Superblock-Modell konzipiert und erste Anwendungen in Barcelona sowie anderen spanischen Städten begleitet. Bei diesem Abschlussevent wird Dr. Echave die neuesten Erfahrungen mit der Umsetzung des Superblock-Konzeptes in Barcelona präsentieren.

Das SUPERBE Konsortium wird die Inhalte Methode und Projektergebnisse in kurzen Impulsvorträgen vorstellen. Eine kompakte Ausstellung wird die Superblock Konzepte für drei Anwendungsgebiete sowie die im Projekt verwendeten Methodiken präsentieren.

In einer abschließenden Podiumsdiskussion werden Cynthia Echave (Agencia de Ecología Urbana de Barcelona), Angelika Winkler (Stadt Wien, MA18 Stadtentwicklung und Stadtplanung) sowie Harald Frey (TU Wien, FVV & SUPERBE Konsortium) die Möglichkeiten des Superblock-Modells für die Schaffung energiesparender, verkehrsberuhigter und lebensfreundlicher Stadtquartiere in Wien erörtern.

Das SUPERBE Konsortium freut sich auf Ihre aktive Teilnahme an der Veranstaltung!

* Die Veranstaltung wird als Abschlussevent des Sondierungsprojektes „SUPERBE – Potenziale von Superblock-Konzepten als Beitrag zur Planung energieeffizienter Stadtquartiere“ durchgeführt. SUPERBE wird gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) im Rahmen der 5. Ausschreibung des Programms „Stadt der Zukunft“.

Neue Regeln für E-Scooter ab April 2020

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Quelle: https://www.facebook.com/wien.at/posts/2945466098804951

Die Vizebürgermeisterin Birgit Hebein hat heute neue Regeln für die Leih-E-Scooter in Wien angekündigt, die ab April 2020 in Kraft treten sollen. Einige unserer im Oktober 2019 geäußerten Empfehlungen sind nun enthalten, u.a.:

  • bessere Abdeckung auch peripherer Bezirke
  • einheitliche No-Parking-Zonen
  • einheitliche, örtlich vorgegebene Zonen mit Tempodrosselung

Ebenfalls zu begrüßen sind die neuen Regeln zu kürzeren Responszeiten der Verleihfirmen, zum Entfall der akustischen Signale und zum Pilotversuch von fixen Abstellplätzen (wobei die naheliegendste Parkart – das Parken in der Parkspur – hoffentlich erlaubt bleibt).

Mit gemischten Gefühlen sehen wir die neue Regelung bzgl. dem Abstellen nur auf Gehsteigen, die mindestens 4 Meter breit sind. Und zwar nicht, weil das Freihalten der Fußverkehrsflächen nicht oberstes Ziel sein sollte, sondern weil es gleichzeitig in Wien gang und gäbe (und von den Richtlinien gedeckt) ist, dass Parkplätze auf Gehsteigen bis zu einer Restgehsteigbreite von 1,5 Meter markiert werden dürfen (und markiert werden).

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Auszug aus den neuen Regeln, Quelle: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20191219_OTS0054/hebein-e-scooter-9-sofortmassnahmen-fuer-2020-fixiert
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Auszug aus der Bodenmarkierungsverordnung, Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10012574

Und bei ca. 9.000 Leih-E-Scootern im Gegensatz zu knapp 900.000 zugelassenen Kfz wäre bei zweiteren deutlich mehr Handlungsbedarf gegeben. Andererseits: das eine schließt das andere nicht aus – spätestens im Wahlkampf nächstes Jahr wird auch das Thema „Parkraumbewirtschaftung“ groß aufpoppen.

Die Betreiber begrüßen die neuen Regeln großteils und planen, sich um die ab 2021 notwendigen Konzessionen zu bewerben.

Fazit: gut, dass sich die Stadt Wien mit dem Thema Leih-E-Scooter beschäftigt und versucht, eine konstruktive Lösung zu finden, anstatt von vornherein deren Nutzung zu unterbinden.

Wir suchen eine/n Sekretär/in!

Vollzeit 40 Std./Woche, unbefristet

Die Technische Universität Wien – kurz: TU Wien – liegt im Herzen Europas, an einem Ort kultureller Vielfalt und gelebter Internationalität. Hier wird seit über 200 Jahren im Dienste des Fortschritts geforscht, gelehrt und gelernt. Die TU Wien zählt zu den erfolgreichsten Technischen Universitäten in Europa und ist mit über 30.000 Studierenden und rund 5.000 Mitarbeiter_innen Österreichs größte naturwissenschaftlich-technische Forschungs- und Bildungseinrichtung.

Am Forschungsbereich für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik/Institut für Verkehrs­wissenschaften
der TU Wien suchen wir ab Dezember 2019 eine Verstärkung für folgendes Aufgabengebiet:

Ihre Aufgaben:

  • Allgemeine administrative und organisatorische Tätigkeiten
  • Korrespondenz in deutscher und englischer Sprache
  • Buchhaltung (Bearbeitung und Buchung von Eingangsrechnungen und Ausgangsrechnungen mittels SAP, Handkassa)
  • Nationale und internationale Projektabrechnungen sowie Betreuung von Datenbanken (Projektdatenbank, etc.)
  • Selbstständige Abwicklung des Reisemanagements (Reiseanträge und Reiseabrechnungen)
  • Homepageverwaltung und -aktualisierung sowie Organisation von Veranstaltungen und Seminaren
  • Personalangelegenheiten (Administration von Mitarbeiter_innen und Gästen des Instituts, Stellenausschreibungen, etc.)
  • Administrative Unterstützung der Lehre (Ansprechperson für Studierende, Zeugnisse, Terminkoordination, Raummanagement, etc.)
  • Empfang und Bewirtung von Gästen

Ihr Profil:

  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung (kaufm. Lehre, HAS, HAK)
  • Buchhaltungskenntnisse (SAP von Vorteil)
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Sehr gute MS-Office Anwenderkenntnisse
  • Organisationstalent, Flexibilität und Teamfähigkeit sowie gutes Zeitmanagement
  • Hohe interne und externe Serviceorientierung sowie Eigeninitiative und genaue Arbeitsweise zeichnen Ihr Profil aus
  • Von Vorteil sind Kenntnisse der universitären Strukturen und Abläufe bzw. Erfahrung in der universitären Verwaltung

Wir bieten:

  • Interessantes und abwechslungsreiches Aufgabengebiet an der größten technischen Universität Österreichs
  • Dynamisches und sich stetig weiterentwickelndes Arbeitsumfeld
  • Breites internes und externes Weiterbildungsangebot
  • Zentrale Lage sowie gute Erreichbarkeit (U1/U2/U4 Karlsplatz)

Die TU Wien strebt eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert deshalb qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bewerberinnen, die gleich geeignet sind wie der bestgeeignete Mitbewerber, werden vorrangig aufgenommen, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Wir sind bemüht, Menschen mit Behinderung mit entsprechender Qualifikation einzustellen und fordern daher ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Behindertenvertrauensperson der TU Wien, Herrn Gerhard Neustätter.

Die Entlohnung erfolgt nach dem KV-Mindestentgelt der Verwendungsgruppe IIb gemäß dem Kollektivvertrag der Universitäten und beträgt bei einem wöchentlichen Beschäftigungsausmaß von 40 Wochenstunden mind. EUR 1.939,60 brutto/Monat.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis 05.12.2019.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:

Carmen Keck

+43 1 588 01 406201

ÖVG-Forum: Nachhaltige Infrastruktur im Verkehrswesen

Am 8. November 2019 findet das ÖVG-Forum „Nachhaltige Infrastruktur im Verkehrswesen“ statt, u.a. mit Hermann Knoflacher, Harald Frey und Helga Kromp-Kolb. Für ÖVG-Mitglieder und ÖVG-Studentenmitglieder gibt’s verbilligte Tickets. Hier geht’s zur Anmeldung und zum detaillierten Programm.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Wir erobern die Stadt zurück – Stück für Stück

Von 14. bis 16. Oktober fanden die 17. Salzburger Verkehrstage von Forum Mobil statt. Teil der Veranstaltung war ein Ideenwettbewerb für Studierende. Aufgabenstellung war die Entwicklung einer Projektidee zum Thema: Neue Lösungen für Personenverkehr bzw. Güter-Logistik unter Nutzung bestehender Infrastrukturen.

Unsere Mitarbeiter und PhD-Studenten Barbara Laa und Fabian Sandholzer haben gemeinsam mit der Kollegin Seyedeh Ashrafi vom Forschungsbereich Verkehrssystemplanung ein Team gebildet, welches als eines von drei Studierendenteams mit einem Preis ausgezeichnet wurde. Teil der Bewertung war ein möglichst unkonventionelles Präsentationsformat. Ihre Idee mittels einer Informationskampagne Stadtbewohner zur Rückeroberung des öffentlichen Raums zu inspirieren und animieren haben sie als „Poetry Slam“ vorgetragen. Der Titel: Wir erobern die Stadt zurück – Stück für Stück

Dass die Wirtschaftskammer Wien bereits 3 Tage nach dem Vortrag mit diesem Slogan hausieren geht, erfüllt uns doch etwas mit Stolz 😉

Hier der preisträchtige Text: Wir erobern die Stadt zurück – Stück für Stück

Die größten Probleme des Stadtverkehrs heute
sind Straßen für Autos und nicht für die Leute

Experten haben’s erkannt und üben Kritik,
doch es scheitert anscheinend an der Bezirkspolitik

Wir sagen: der Platz in der Stadt reicht für die Bedürfnisse aus,
nur das Auto muss aus den Köpfen der Menschen hinaus

Wir nutzen die vorhandene Infrastruktur
und beenden diese Fahrzeug-Monokultur

Der Platz ist da nur falsch verteilt
der Gehsteig zu schmal, die Fahrbahn zu breit

Was nehmen wir dafür derzeit in Kauf?
Unfälle, Verletzte und Tote zuhauf

Der MIV heizt auch noch das Klima auf
und die Folgen nehmen ihren Lauf

Expertise gegen Klimakrise lautet die Devise,
für die Straße also: weniger Asphalt, mehr Bäume und Wiese

Urbaner Raum soll schließlich lebenswert sein
und dafür setzen wir uns ein

Wir erobern die Stadt zurück – Stück für Stück

Die Straßen sind umkämpft seit eh und je
Schauplatz von Revolution und Bühne für Herrscher in spe

Recht erfolgreich war dabei das Automobil
dessen Bedürfnisse zu stillen galt in der Planung lange als höchstes Ziel

Nur langsam löst sich in den Köpfen diese Hegemonie
die größte Leidenschaft vieler ist immer noch der SUV

Der Platz ist da nur falsch gestaltet
ein Umstand, welcher sich nicht ändert, wenn man nur verwaltet

Doch reist man aufmerksam von Wien nach Feldkirch
kommt doch die Erkenntnis: es ist längst nicht alles nur „schirch“

„A Bänkle“ in Dornbirn und „an Baam“ in St. Pölten
und die Innenstädte verbessern sich um Wöltn

Und so zieht’s die Leute wieder raus auf die Straßen und Plätze
dafür sind sie doch da – spielende Kinder und lautes Geschwätze

Wir erobern die Stadt zurück – Stück für Stück

Parking, wurde es einst in den USA genannt,
wenn man Grünstreifen entlang der Straße pflanzt

An Bäume dort wurden Pferde gebunden,
das Auto hat’s dann nachempfunden

Die Städte kamen bald Blechwüsten gleich
und niemand dachte an ‚Aufenthaltsbereich‘

Der Platz ist da, nur falsch geteilt,
wenn überall ein Auto 23h lang weilt

Ein Parklet hier, ein Bankerl dort,
und die Straße wird wieder Aufenthaltsort

Dann noch Büsche, Wiese und Baum,
und wir hab’n qualitätsvollen Aufenthaltsraum

Wenn man dann doch mal ein Auto braucht,
sucht man den nächsten Car-Sharing Punkt auf

So nimmt man den Autos die Platz-Arroganz
und schafft zu den Öffis Äquidistanz

Wir erobern die Stadt zurück – Stück für Stück

Ein Blick in andere Städte erweitert den Horizont
was gut funktioniert soll überall an die Front

In Salzburg sind sie eng die Gassen
und werden im Zentrum dem Fußverkehr überlassen

Die Radler, sie träumen oft von Kopenhagen
die dortige Infrastruktur sorgt für deren Behagen

Breite Radwege und eine abgestimmte Ampelschaltung
scheitern in Dänemark nicht an der Verwaltung

Den Fußverkehr fördert in Barcelona der Superblock
wieder in Mode ist dort der Spazierstock

Ein heißes Eisen ist die Parkraumbewirtschaftung
dabei sorgt sie für bessere Auslastung

In Amsterdam parkt man im Zentrum für sieben Euro fünfzig
in Anbetracht des Platzverbrauchs ist das immer noch günstig

Wir erobern die Stadt zurück – Stück für Stück

Zehntausende Kilometer legt manch ein Produkt zurück
Ist das nicht verrückt?

Der Apfel aus Neuseeland wiegt im Einkaufskorb nicht schwer
der CO2-Abdruck den er hinterlässt dafür umso mehr

Die Wege sind lang, doch das muss nicht sein
wir kaufen Äpfel aus Liesing und trinken Grinzinger Wein

Der Platz ist da nur falsch genutzt
wo heut steht ein Auto, wächst morgen Kukuruz

Wir ändern in den Städten die Flächenfunktion
und stellen um auf lokale Produktion

Das spart nicht nur LKW-Fahrten
man trifft sich auch im Gemeinschaftsgarten

Da gartelt Opa Peppi mit Mohammad
so findet auch kultureller Austausch statt

Gemüsebeete statt Fahrbahnen aus Beton
so bleibt die essbare Stadt keine Zukunftsvision

Wir erobern die Stadt zurück – Stück für Stück

Unsere Projektidee also dann:
Wir starten eine Infokampagne

Damit gehen wir in den Bezirk
weil dort wird am meisten bewirkt

Wir werden die hier angeführten Themen plakatieren
um den Leuten die Thematik vor Augen zu führen

Der Platz ist da, nur den falschen gegeben
wir können’s aber ändern für ein besseres Leben

Wir schaffen Bewusstsein und Inspiration
das ist der Sinn der Aktion

Dafür stellen wir uns bei Unis vor die Tür
und geben den Studis eine Infobroschür‘

Dann machen wir noch Workshops in Schulen
– überall um Aufmerksamkeit buhlen

Auch bei Vereinen kommen wir auf Besuch
und bald sagt jeder unseren Spruch:

Wir erobern die Stadt zurück – Stück für Stück

Auszug aus dem Tagungsband
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